Ratgeber
Wie funktioniert professionelles Webdesign? Erklärung ohne Fachjargon
Was technisch tatsächlich passiert, wenn professionelles Webdesign im Betrieb läuft — erklärt für Entscheider, nicht für Entwickler. Inklusive der Stellen, an denen Menschen weiterhin gebraucht werden.
Webdesign funktioniert im Kern so: Eine Anfrage kommt herein, wird gegen hinterlegte Inhalte und Regeln geprüft und entweder direkt beantwortet oder mit vollständigem Kontext an einen Menschen übergeben. Die eigentliche Arbeit steckt nicht in der Technik, sondern in der Festlegung, wo genau diese Grenze verläuft.
01 — Funktionsweise
Wie professionelles Webdesign technisch funktioniert
Eine visuelle Sprache, die zu eurem Betrieb passt, sich über alle Seiten durchhält und auch dann noch funktioniert, wenn ihr in zwei Jahren Inhalte ergänzt.
Von außen betrachtet passiert Folgendes: Eine Anfrage kommt herein — über die Website, das Telefon, ein Formular oder ein bestehendes System. Sie wird erfasst, gegen die hinterlegten Regeln und Inhalte geprüft und entweder direkt beantwortet oder mit vollständigem Kontext an einen Menschen übergeben. Der entscheidende Teil ist nicht die Technik, sondern die Festlegung, wo diese Grenze verläuft.
Design wird oft als Dekoration behandelt. Das Ergebnis sind Seiten, die im Portfolio gut aussehen und im Alltag niemanden weiterbringen. Genau dieser Punkt bestimmt, wie das System konfiguriert wird — nicht ein allgemeines Produktversprechen.
02 — Bestandteile
Woraus das System besteht
- Gestaltungsraster, Typografie und Farbsystem als zusammenhängendes System
- Entwürfe für die Seitentypen, nicht für jede einzelne Seite
- Helle und dunkle Darstellung von Anfang an mitgedacht
- Kontrast- und Lesbarkeitsprüfung nach WCAG
- Komponentenbibliothek, damit neue Seiten ohne Designer entstehen können
- Übergabedokument mit den Regeln, an die sich auch andere halten können
03 — Ablauf
Die Schritte im Detail
Bestandsaufnahme
Was ist schon da an Logo, Farben, Bildsprache — und was davon trägt.
Richtung festlegen
Zwei bis drei Richtungen an einem Seitentyp, damit die Entscheidung an etwas Konkretem fällt.
System ausbauen
Aus der gewählten Richtung entsteht das System für alle Seitentypen.
Übergabe
Komponenten und Regeln werden dokumentiert und übergeben.
04 — Fragen
Häufige Fragen
Brauchen wir überhaupt eigenes Design?
Nicht zwingend. Wenn ihr eine Seite mit fünf Unterseiten braucht und keine Markenambitionen habt, ist ein sauber angepasstes Grundsystem die vernünftigere Wahl. Eigenes Design lohnt sich, wenn ihr euch von Wettbewerbern abheben müsst oder viele Seiten pflegt.
Bekommen wir mehrere Entwürfe?
Zwei bis drei Richtungen an einem Seitentyp. Zehn Varianten helfen niemandem — sie verlagern die Entscheidung nur auf den Kunden, statt sie zu treffen.
Was, wenn uns keine der Richtungen gefällt?
Dann gehen wir zurück zur Bestandsaufnahme — meist heißt das, dass etwas Wichtiges über den Betrieb noch nicht verstanden wurde. Das passiert selten, aber lieber einmal neu ansetzen als ein Design forcieren.
Was ist mit Barrierefreiheit im Design?
Kontraste, Schriftgrößen, Fokusdarstellung und Klickflächen prüfen wir gegen WCAG 2.1 AA. Das ist im Design deutlich billiger als später in der Umsetzung.
Wird das auch auf dem Handy gut aussehen?
Wir gestalten die schmale Ansicht zuerst, weil dort der Großteil der Besucher ankommt. Die breite Ansicht ist der einfachere Fall, nicht umgekehrt.
Wie viele Korrekturrunden sind enthalten?
Zwei Runden pro Entwurf sind üblich und meist ausreichend, weil die Richtungsentscheidung schon nach der ersten Präsentation fällt. Weitere Runden sind möglich, verlängern aber die Zeitachse spürbar.
Wem gehören die Dateien?
Euch. Ihr bekommt die Quelldateien und die Dokumentation. Wenn ihr später mit jemand anderem arbeitet, kann derjenige damit weitermachen.
05 — Entscheidung
Wie ihr weiterkommt
Der günstigste nächste Schritt ist ein Gespräch, kein Angebot. Zwanzig Minuten reichen meist, um zu klären, ob ein Vorhaben Sinn hat, in welchem Rahmen es liegt und ob wir die Richtigen dafür sind.
Falls nicht, sagen wir das. Ein ehrliches Nein kostet weniger als ein Projekt, das man nach drei Monaten abbricht — für beide Seiten.
99 — Weiter
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Nächster Schritt
Reden wir kurz darüber, ob sich das bei euch rechnet.
Ein Gespräch von zwanzig Minuten reicht meistens, um zu klären, ob ein Projekt Sinn hat. Wenn nicht, sagen wir das — das ist billiger für beide Seiten als ein Angebot, das niemand braucht.