Ratgeber

Wie funktioniert ein Website-Relaunch? Erklärung ohne Fachjargon

Was technisch tatsächlich passiert, wenn ein Website-Relaunch im Betrieb läuft — erklärt für Entscheider, nicht für Entwickler. Inklusive der Stellen, an denen Menschen weiterhin gebraucht werden.

Angebot nach Anfrage5 bis 10 WochenStand 2026
Kurz gesagt

Website-Relaunch funktioniert im Kern so: Eine Anfrage kommt herein, wird gegen hinterlegte Inhalte und Regeln geprüft und entweder direkt beantwortet oder mit vollständigem Kontext an einen Menschen übergeben. Die eigentliche Arbeit steckt nicht in der Technik, sondern in der Festlegung, wo genau diese Grenze verläuft.

01 — Funktionsweise

Wie ein Website-Relaunch technisch funktioniert

Eine neue Seite, bei der jede alte Adresse dorthin führt, wo ihr Inhalt jetzt steht, und die Sichtbarkeit gehalten wird.

Von außen betrachtet passiert Folgendes: Eine Anfrage kommt herein — über die Website, das Telefon, ein Formular oder ein bestehendes System. Sie wird erfasst, gegen die hinterlegten Regeln und Inhalte geprüft und entweder direkt beantwortet oder mit vollständigem Kontext an einen Menschen übergeben. Der entscheidende Teil ist nicht die Technik, sondern die Festlegung, wo diese Grenze verläuft.

Der häufigste Relaunch-Fehler kostet Monate: neue Seite, neue Adressen, keine Weiterleitungen — und der Suchmaschinen-Traffic bricht ein. Genau dieser Punkt bestimmt, wie das System konfiguriert wird — nicht ein allgemeines Produktversprechen.

02 — Bestandteile

Woraus das System besteht

  • Bestandsaufnahme: welche Seiten bringen heute Besucher und Anfragen
  • Vollständige Weiterleitungsliste alt auf neu, vor dem Livegang geprüft
  • Übernahme der Inhalte, die funktionieren, statt alles neu zu schreiben
  • Technische Verbesserung bei Ladezeit, Struktur und Barrierefreiheit
  • Messung vor und nach dem Umzug, damit Veränderungen sichtbar werden
  • Beobachtung der ersten Wochen mit Nachbesserung, wo Seiten abrutschen

03 — Ablauf

Die Schritte im Detail

  1. Analyse

    Welche Seiten bringen Besucher, welche Suchbegriffe, welche Verlinkungen von außen.

  2. Struktur planen

    Neue Struktur mit Zuordnung jeder alten Adresse. Das ist der Kern, nicht das Design.

  3. Bauen

    Neue Seite entsteht parallel, die alte bleibt bis zuletzt online.

  4. Umschalten und beobachten

    Umzug mit Weiterleitungen, danach vier Wochen enge Beobachtung.

04 — Fragen

Häufige Fragen

Was passiert mit unserem bestehenden Google-Unternehmensprofil?

Das bleibt unberührt, solange sich die Adresse der Website nicht ändert. Ändert sich die Domain, muss der hinterlegte Link im Profil aktualisiert werden — das übernehmen wir mit.

Können wir schrittweise umstellen?

Bei größeren Seiten ja — Bereich für Bereich. Das dauert länger, verteilt aber das Risiko und die Kosten.

Was passiert mit unseren E-Mail-Adressen?

Die bleiben unberührt, solange die Domain dieselbe ist. Wir prüfen die Einstellungen trotzdem vor dem Umzug, weil ein falsch gesetzter Eintrag den Mailempfang stoppen kann.

Müssen wir während des Relaunchs offline gehen?

Nein, die alte Seite bleibt bis zum Umschalttag online. Der Wechsel erfolgt an einem festgelegten Termin, meist außerhalb der Geschäftszeiten, und dauert in der Regel nur wenige Minuten.

Wann ist ein Relaunch überfällig?

Wenn die Seite auf dem Handy nicht funktioniert, das Redaktionssystem keine Sicherheitsupdates mehr bekommt, oder ihr Inhalte nicht selbst ändern könnt. Ein bloß altmodisches Aussehen ist der schwächste Grund von allen.

Lohnt sich ein Relaunch, wenn wir bald ohnehin umbenennen?

Eher nicht in dieser Reihenfolge. Erst die Umbenennung klären, dann relaunchen — sonst baut man eine Seite, die kurz danach schon wieder angepasst werden muss.

Verlieren wir bei einem Relaunch Google-Rankings?

Nur wenn man es falsch macht. Ein kurzfristiges Schwanken über zwei bis vier Wochen ist normal, ein dauerhafter Einbruch nicht. Die Ursache ist fast immer dieselbe: fehlende oder falsche Weiterleitungen. Die Liste erstellen wir vor dem Umzug und prüfen sie danach.

05 — Entscheidung

Wie ihr weiterkommt

Der günstigste nächste Schritt ist ein Gespräch, kein Angebot. Zwanzig Minuten reichen meist, um zu klären, ob ein Vorhaben Sinn hat, in welchem Rahmen es liegt und ob wir die Richtigen dafür sind.

Falls nicht, sagen wir das. Ein ehrliches Nein kostet weniger als ein Projekt, das man nach drei Monaten abbricht — für beide Seiten.

Nächster Schritt

Wir schauen uns eure Ausgangslage an.

Erzählt uns, was heute Zeit frisst. Daraus entsteht eine Einschätzung mit Aufwand und Nutzen — und erst danach ein Angebot.