Ratgeber

Website-Relaunch: Risiken und wie man sie begrenzt

Was bei Website-Relaunch schiefgehen kann, wie wahrscheinlich das jeweils ist und mit welchen Festlegungen sich das vorher abstellen lässt — ohne Dramatisierung und ohne Beschönigung.

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Kurz gesagt

Das größte Risiko bei Website-Relaunch ist nicht die Technik, sondern dass niemand das System nach dem Start pflegt. Falsche Antworten lassen sich begrenzen, indem ausschließlich aus geprüften Inhalten gearbeitet und bei Unsicherheit weitergeleitet wird; Abhängigkeit vermeidet man, indem Zugänge, Daten und Dokumentation vertraglich beim Auftraggeber liegen.

01 — Risiken

Was schiefgehen kann

  • Das System antwortet falsch. Begrenzbar, indem es ausschließlich aus geprüften Inhalten arbeitet und bei Unsicherheit weiterleitet statt zu raten. Das ist eine Konfigurationsentscheidung, keine Eigenschaft der Technik.
  • Der Aufwand wird unterschätzt. Häufigster Grund: unklare Ausgangslage. Eine ehrliche Bestandsaufnahme vor dem Angebot verhindert das zuverlässiger als jeder Puffer.
  • Niemand pflegt es. Das größte Risiko überhaupt — und das am leichtesten vermeidbare.
  • Datenschutzlücken. Entstehen fast immer durch fehlende Löschfristen und unklare Zuständigkeit, selten durch die Technik selbst.
  • Abhängigkeit vom Anbieter. Vermeidbar, wenn Zugänge, Daten und Dokumentation vertraglich beim Auftraggeber liegen.

02 — Warnsignale

Wann man skeptisch werden sollte

  • Garantierte Ergebnisse. Wer Platz eins bei Google oder eine bestimmte Umsatzsteigerung zusagt, verkauft etwas, das er nicht liefern kann.
  • Kein Nein. Ein Anbieter, der jedes Vorhaben für eine gute Idee hält, hat entweder nicht zugehört oder verkauft nur.
  • Zeitdruck. Befristete Rabatte auf Projektpreise sind ein Vertriebsinstrument, kein Angebot.
  • Unklare Eigentumsverhältnisse. Wer nicht klar sagt, wem Daten und Zugänge gehören, meint es nicht gut.
  • Kein Ansprechpartner mit Fachkenntnis. Wenn im Erstgespräch nur Vertrieb sitzt, entstehen die Missverständnisse dort.

03 — Vertrag

Was schriftlich geklärt gehört

  • Eigentum an Daten und Zugängen. Sie gehören dem Auftraggeber. Wenn ein Anbieter das nicht klar bestätigt, ist das die wichtigste Information des Gesprächs.
  • Herausgabe bei Beendigung. In welchem Format, in welcher Frist, zu welchen Kosten.
  • Keine Mindestlaufzeit ohne Gegenleistung. Bindung ist vertretbar, wenn dafür etwas geliefert wird — sonst nicht.
  • Was eine spätere Änderung kostet. Nicht der Projektpreis entscheidet über die Gesamtkosten, sondern der Stundensatz für das dritte Jahr.
  • Dokumentation als Liefergegenstand. Nicht als Zusage, sondern als Position im Angebot.

04 — Fragen

Häufige Fragen

Können wir schrittweise umstellen?

Bei größeren Seiten ja — Bereich für Bereich. Das dauert länger, verteilt aber das Risiko und die Kosten.

Verlieren wir bei einem Relaunch Google-Rankings?

Nur wenn man es falsch macht. Ein kurzfristiges Schwanken über zwei bis vier Wochen ist normal, ein dauerhafter Einbruch nicht. Die Ursache ist fast immer dieselbe: fehlende oder falsche Weiterleitungen. Die Liste erstellen wir vor dem Umzug und prüfen sie danach.

Sollen wir alle Inhalte übernehmen?

Nein. Seiten, die weder Besucher bringen noch gebraucht werden, kommen weg — das macht die Seite übersichtlicher und die verbleibenden Seiten stärker. Was Besucher bringt, wird übernommen und verbessert.

Was passiert mit unseren E-Mail-Adressen?

Die bleiben unberührt, solange die Domain dieselbe ist. Wir prüfen die Einstellungen trotzdem vor dem Umzug, weil ein falsch gesetzter Eintrag den Mailempfang stoppen kann.

Müssen wir während des Relaunchs offline gehen?

Nein, die alte Seite bleibt bis zum Umschalttag online. Der Wechsel erfolgt an einem festgelegten Termin, meist außerhalb der Geschäftszeiten, und dauert in der Regel nur wenige Minuten.

Lohnt sich ein Relaunch, wenn wir bald ohnehin umbenennen?

Eher nicht in dieser Reihenfolge. Erst die Umbenennung klären, dann relaunchen — sonst baut man eine Seite, die kurz danach schon wieder angepasst werden muss.

Was passiert mit unserem bestehenden Google-Unternehmensprofil?

Das bleibt unberührt, solange sich die Adresse der Website nicht ändert. Ändert sich die Domain, muss der hinterlegte Link im Profil aktualisiert werden — das übernehmen wir mit.

Nächster Schritt

Schickt uns ein paar Sätze zu eurem Vorhaben.

Wir lesen jede Anfrage selbst und melden uns persönlich zurück. Kein Vertriebsteam, kein Rückrufformular in die Leere.