Ratgeber
Wie funktioniert eine KI-Beratung? Erklärung ohne Fachjargon
Was technisch tatsächlich passiert, wenn eine KI-Beratung im Betrieb läuft — erklärt für Entscheider, nicht für Entwickler. Inklusive der Stellen, an denen Menschen weiterhin gebraucht werden.
KI-Beratung funktioniert im Kern so: Eine Anfrage kommt herein, wird gegen hinterlegte Inhalte und Regeln geprüft und entweder direkt beantwortet oder mit vollständigem Kontext an einen Menschen übergeben. Die eigentliche Arbeit steckt nicht in der Technik, sondern in der Festlegung, wo genau diese Grenze verläuft.
01 — Funktionsweise
Wie eine KI-Beratung technisch funktioniert
Eine priorisierte Liste konkreter Anwendungsfälle mit Aufwand, erwartetem Nutzen und Reihenfolge — auf der man tatsächlich planen kann.
Von außen betrachtet passiert Folgendes: Eine Anfrage kommt herein — über die Website, das Telefon, ein Formular oder ein bestehendes System. Sie wird erfasst, gegen die hinterlegten Regeln und Inhalte geprüft und entweder direkt beantwortet oder mit vollständigem Kontext an einen Menschen übergeben. Der entscheidende Teil ist nicht die Technik, sondern die Festlegung, wo diese Grenze verläuft.
Der Druck, „etwas mit KI zu machen", ist hoch, die Orientierung gering. Das Ergebnis sind teure Pilotprojekte ohne Anschluss an den Alltag. Genau dieser Punkt bestimmt, wie das System konfiguriert wird — nicht ein allgemeines Produktversprechen.
02 — Bestandteile
Woraus das System besteht
- Halbtägiger Workshop mit den Leuten, die die Arbeit machen, nicht nur mit der Geschäftsführung
- Aufnahme der Abläufe, Systeme und Datenlage im Ist-Zustand
- Bewertung möglicher Anwendungsfälle nach Nutzen, Aufwand und Risiko
- Einschätzung zu Datenschutz und EU AI Act für die vorgeschlagenen Fälle
- Hinweis auf passende Förderschienen und deren Fristen
- Schriftliche Empfehlung mit Reihenfolge und Aufwandseinschätzung je Anwendungsfall
03 — Ablauf
Die Schritte im Detail
Vorgespräch
Eine Stunde, um zu klären, ob und wo es überhaupt etwas zu holen gibt. Kostenlos.
Workshop
Ein halber bis ganzer Tag im Betrieb. Wir reden mit den Leuten, die die Abläufe kennen.
Auswertung
Wir bewerten die gefundenen Fälle und rechnen sie durch.
Präsentation
Ihr bekommt ein Dokument und eine Stunde, in der wir es durchgehen. Ob ihr danach mit uns weiterarbeitet, ist offen.
04 — Fragen
Häufige Fragen
Was, wenn bei uns nichts sinnvoll ist?
Dann steht das drin. Das kommt vor, vor allem bei Betrieben mit sehr wenig wiederkehrenden Abläufen oder ohne digitale Datenbasis. Ein ehrliches Nein ist billiger als ein Projekt, das versandet.
Wie viel kostet uns das, wenn am Ende nichts dabei herauskommt?
Nur der vereinbarte Preis für Workshop und Dokument — es gibt kein Erfolgshonorar und keine versteckte Folgeverpflichtung. Das Vorgespräch vorab ist kostenlos und soll genau solche Fehlanfragen vorher abfangen.
Welche Förderungen gibt es in Österreich?
Infrage kommen unter anderem KMU.DIGITAL und die aws-Digitalisierungsförderung — aktuelle Konditionen auf kmudigital.at und aws.at. Beide setzen voraus, dass der Antrag vor der Auftragsvergabe bewilligt ist — deshalb sprechen wir das früh an und nicht am Ende.
Ist das nicht nur eine verkappte Verkaufsveranstaltung?
Die Empfehlung enthält regelmäßig Punkte, die ihr selbst oder mit eurem bestehenden Dienstleister umsetzen könnt, und ebenso Fälle, von denen wir abraten. Das Dokument gehört euch und funktioniert auch ohne uns.
Wer sollte beim Workshop dabei sein?
Mindestens eine Person aus der Geschäftsführung und zwei bis drei, die die betroffenen Abläufe täglich machen. Ohne die zweite Gruppe entsteht eine Liste, die im Alltag nicht funktioniert.
Reicht ein Gespräch mit der Geschäftsführung nicht aus?
Nein, das ist der häufigste Grund für eine Liste, die später nicht funktioniert. Wer die Abläufe täglich macht, kennt die Ausnahmen, die eine Außenperspektive nie sieht.
Bekommen wir auch Empfehlungen zu Anbietern außer euch?
Ja, wo es sinnvoll ist. Manche Anwendungsfälle passen besser zu einer Standardsoftware oder einem spezialisierten Anbieter — das steht dann so im Dokument, nicht verschwiegen.
05 — Entscheidung
Wie ihr weiterkommt
Der günstigste nächste Schritt ist ein Gespräch, kein Angebot. Zwanzig Minuten reichen meist, um zu klären, ob ein Vorhaben Sinn hat, in welchem Rahmen es liegt und ob wir die Richtigen dafür sind.
Falls nicht, sagen wir das. Ein ehrliches Nein kostet weniger als ein Projekt, das man nach drei Monaten abbricht — für beide Seiten.
99 — Weiter
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Nächster Schritt
Erste Einschätzung, ohne Verpflichtung.
Beschreibt kurz, worum es geht. Ihr bekommt eine ehrliche Antwort dazu, was realistisch ist und was es ungefähr kostet.