Ratgeber

Was braucht man für ein Website-Relaunch? Die Voraussetzungen

Bevor ein Website-Relaunch überhaupt Sinn ergibt, müssen ein paar Dinge im Betrieb vorhanden sein. Welche das sind — und welche vermeintlichen Voraussetzungen tatsächlich keine sind.

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Kurz gesagt

Für ein Website-Relaunch braucht ein Betrieb drei Dinge: einen konkret benannten Ablauf, der heute Zeit oder Aufträge kostet, vorhandene Inhalte oder Daten zum Arbeiten, und eine Person, die entscheiden darf. Technische Vorkenntnisse gehören ausdrücklich nicht dazu.

01 — Voraussetzungen

Was ihr für ein Website-Relaunch braucht

  • Einen klar benannten Anlass. Nicht „wir sollten mal etwas mit KI machen", sondern ein Ablauf, der heute nachweislich Zeit oder Aufträge kostet.
  • Vorhandene Inhalte oder Daten. Website-Relaunch arbeitet mit dem, was da ist. Je vollständiger die Ausgangslage, desto kürzer die Einrichtung.
  • Zugriff auf die betroffenen Systeme. Wer die Zugänge verwaltet, gehört von Anfang an eingebunden — das ist erfahrungsgemäß der häufigste Verzögerungsgrund.
  • Eine entscheidungsbefugte Ansprechperson. Eine, nicht drei.
  • Bereitschaft, nach dem Start nachzuschärfen. Die ersten Wochen im echten Betrieb zeigen, was im Konzept gefehlt hat. Das ist normal und eingeplant.

02 — Mitwirkung

Was wir von euch brauchen

  • Eine Ansprechperson, die entscheiden darf — nicht nur weiterleiten.
  • Zugang zu den betroffenen Systemen, rechtzeitig und nicht am Tag des Livegangs.
  • Echte Beispiele aus dem Alltag — je unsauberer, desto nützlicher für den Test.
  • Zwei bis vier Stunden für Abstimmung, verteilt über die Projektlaufzeit.
  • Eine Antwort auf die Frage, was Erfolg bedeutet. Ohne die lässt sich hinterher nichts beurteilen.

03 — Passung

Wann es sich lohnt

  • Der betroffene Ablauf kommt mindestens wöchentlich vor.
  • Er folgt Regeln, die man aufschreiben kann — auch wenn es Ausnahmen gibt.
  • Er ist heute Handarbeit, die niemand gerne macht.
  • Es gibt eine Person, die entscheidet, und nicht drei, die sich abstimmen müssen.
  • Ihr könnt benennen, woran ihr merken würdet, dass es funktioniert hat.

04 — Fragen

Häufige Fragen

Sollen wir alle Inhalte übernehmen?

Nein. Seiten, die weder Besucher bringen noch gebraucht werden, kommen weg — das macht die Seite übersichtlicher und die verbleibenden Seiten stärker. Was Besucher bringt, wird übernommen und verbessert.

Müssen wir während des Relaunchs offline gehen?

Nein, die alte Seite bleibt bis zum Umschalttag online. Der Wechsel erfolgt an einem festgelegten Termin, meist außerhalb der Geschäftszeiten, und dauert in der Regel nur wenige Minuten.

Was passiert mit unserem bestehenden Google-Unternehmensprofil?

Das bleibt unberührt, solange sich die Adresse der Website nicht ändert. Ändert sich die Domain, muss der hinterlegte Link im Profil aktualisiert werden — das übernehmen wir mit.

Verlieren wir bei einem Relaunch Google-Rankings?

Nur wenn man es falsch macht. Ein kurzfristiges Schwanken über zwei bis vier Wochen ist normal, ein dauerhafter Einbruch nicht. Die Ursache ist fast immer dieselbe: fehlende oder falsche Weiterleitungen. Die Liste erstellen wir vor dem Umzug und prüfen sie danach.

Können wir schrittweise umstellen?

Bei größeren Seiten ja — Bereich für Bereich. Das dauert länger, verteilt aber das Risiko und die Kosten.

Lohnt sich ein Relaunch, wenn wir bald ohnehin umbenennen?

Eher nicht in dieser Reihenfolge. Erst die Umbenennung klären, dann relaunchen — sonst baut man eine Seite, die kurz danach schon wieder angepasst werden muss.

Wann ist ein Relaunch überfällig?

Wenn die Seite auf dem Handy nicht funktioniert, das Redaktionssystem keine Sicherheitsupdates mehr bekommt, oder ihr Inhalte nicht selbst ändern könnt. Ein bloß altmodisches Aussehen ist der schwächste Grund von allen.

Nächster Schritt

Erste Einschätzung, ohne Verpflichtung.

Beschreibt kurz, worum es geht. Ihr bekommt eine ehrliche Antwort dazu, was realistisch ist und was es ungefähr kostet.