Ratgeber

Landingpage: Erfolg messen statt schätzen

Ohne vorher festgelegte Kennzahl lässt sich hinterher nicht sagen, ob sich eine Landingpage gelohnt hat. Welche Zahlen taugen, welche in die Irre führen und wann man sie erhebt.

Angebot nach Anfrage1 bis 3 WochenStand 2026
Kurz gesagt

Der Erfolg von Landingpage lässt sich nur messen, wenn der Ausgangswert vorher festgehalten wurde — zwei Wochen mitzählen genügt. Brauchbare Kennzahlen sind Bearbeitungszeit je Vorgang, Anteil der ohne Eingriff durchlaufenden Fälle und Reaktionszeit nach außen. Teamzufriedenheit in den ersten zwei Wochen ist kein brauchbarer Maßstab.

01 — Messung

Woran ihr den Erfolg messt

  • Die eine Zahl vorher festlegen. Ohne Ausgangswert lässt sich hinterher nichts belegen. Zwei Wochen mitzählen reicht für eine belastbare Größenordnung.
  • Bearbeitungszeit je Vorgang. Die direkteste Messgröße: Wie lange dauert der betroffene Ablauf heute, wie lange danach.
  • Anteil der Fälle, die ohne Eingriff durchlaufen. Diese Quote steigt in den ersten Wochen typischerweise deutlich, wenn nachgeschärft wird — sie ist der beste Frühindikator.
  • Reaktionszeit nach außen. Wie schnell bekommt jemand, der anfragt, eine erste verbindliche Antwort.
  • Was ihr nicht messen solltet: Zufriedenheit im Team in den ersten zwei Wochen. Jede Umstellung fühlt sich anfangs schlechter an, als sie ist.

02 — Rechnung

So rechnet man es aus

Vier Zahlen genügen: Wie oft kommt der Ablauf vor? Wie lange dauert er? Was kostet eine Stunde intern? Und was kostet die Lösung — einmalig plus Betrieb über drei Jahre?

Ein Beispiel: Ein Ablauf, der wöchentlich zweimal vorkommt und jeweils 40 Minuten dauert, bindet im Jahr rund 69 Stunden. Bei einem internen Stundensatz von 45 Euro sind das etwa 3.100 Euro jährlich, die dort gebunden sind. Senkt eine Lösung diesen Aufwand um zwei Drittel, amortisiert sie sich — abhängig vom tatsächlichen Angebot — oft innerhalb von ein bis zwei Jahren. Den genauen Wert für euren Fall nennen wir nach dem Erstgespräch.

Diese Rechnung ist bewusst konservativ: Sie berücksichtigt nur die eingesparte Zeit, nicht die vermiedenen Fehler und nicht die Aufträge, die durch schnellere Reaktion zustande kommen. In der Praxis liegt der Nutzen meist höher — aber man sollte nicht damit rechnen, bevor man es gemessen hat.

03 — Einordnung

Was die Erfahrung zeigt

Beobachtung

Der häufigste Grund für teure Klicks ohne Ergebnis ist nicht die Anzeige, sondern die Seite dahinter.

04 — Fragen

Häufige Fragen

Was gehört auf jeden Fall drauf?

Was ihr anbietet, für wen, was es kostet oder zumindest in welchem Rahmen, wer ihr seid, und ein einziger klarer nächster Schritt. Preisangaben schrecken weniger ab als ihre Abwesenheit.

Könnt ihr auch die Anzeigen dazu schalten?

Das ist eine eigene Leistung, die wir ebenfalls anbieten. Landingpage und Anzeige sollten inhaltlich zusammenpassen, technisch sind es aber zwei getrennte Arbeitsschritte.

Ab wann kann man einen Test auswerten?

Als Faustregel braucht ein Variantentest pro Variante mehrere hundert Besucher und mindestens 25 bis 30 Abschlüsse, sonst misst man Zufall. Bei kleinen Zahlen ist es ehrlicher, auf Basis von Argumenten zu entscheiden statt auf Basis von Scheinstatistik.

Was, wenn die Landingpage nicht konvertiert?

Dann schauen wir uns die Absprungpunkte an, bevor wir irgendetwas neu bauen. Meist liegt es an einem einzigen Abschnitt, nicht an der ganzen Seite — den findet man über die Messung, nicht durch Raten.

Warum nicht einfach die Startseite bewerben?

Weil die Startseite für alle da ist und deshalb für niemanden konkret. Wer auf eine Anzeige zu einem bestimmten Thema klickt, erwartet genau dieses Thema — nicht ein Menü mit acht Optionen.

Muss die Landingpage zur Website passen?

Optisch ja, strukturell nicht. Sie darf deutlich schlanker sein — oft ohne Hauptnavigation, damit es nur einen Weg nach vorne gibt.

Kann dieselbe Landingpage für mehrere Anzeigen genutzt werden?

Ja, solange das Versprechen der Anzeigen zueinander passt. Weichen die Angebote stark voneinander ab, braucht jede Anzeige ihre eigene Seite — sonst stimmt die Erwartung beim Klick nicht.

Nächster Schritt

Wir schauen uns eure Ausgangslage an.

Erzählt uns, was heute Zeit frisst. Daraus entsteht eine Einschätzung mit Aufwand und Nutzen — und erst danach ein Angebot.