Ratgeber

Datenmigration: Ablauf, Vorgehen und was von euch gebraucht wird

Der Ablauf beim Thema Datenmigration von der ersten Frage bis zum laufenden Betrieb — inklusive dessen, was ihr beisteuern müsst, damit es funktioniert.

Angebot nach Anfrage2 bis 6 WochenStand 2026
Kurz gesagt

Ein Datenmigration-Projekt läuft in 4 Schritten: von „Altbestand analysieren" bis „Umschalten", insgesamt 2 bis 6 Wochen. Jeder Schritt endet mit einer klaren Freigabe, bevor der nächste beginnt.

01 — Ablauf

Die Schritte im Detail

  1. Altbestand analysieren

    Ein Bericht über den tatsächlichen Zustand. Der ist regelmäßig unangenehm und immer nützlich.

  2. Regeln festlegen

    Was wird übernommen, was bereinigt, was bleibt zurück.

  3. Probelauf

    Vollständige Probemigration mit Abgleich. Erst danach wird terminiert.

  4. Umschalten

    Migration mit Zählprotokoll und definierter Rückfallmöglichkeit.

02 — Mitwirkung

Was wir von euch brauchen

  • Eine Ansprechperson, die entscheiden darf — nicht nur weiterleiten.
  • Zugang zu den betroffenen Systemen, rechtzeitig und nicht am Tag des Livegangs.
  • Echte Beispiele aus dem Alltag — je unsauberer, desto nützlicher für den Test.
  • Zwei bis vier Stunden für Abstimmung, verteilt über die Projektlaufzeit.
  • Eine Antwort auf die Frage, was Erfolg bedeutet. Ohne die lässt sich hinterher nichts beurteilen.

03 — Umfang

Was dazugehört

  • Analyse des Altbestands mit Bericht über Qualitätsprobleme, vor der Migration
  • Abbildungsregeln zwischen alter und neuer Struktur
  • Bereinigung: Dubletten, Formate, fehlende Pflichtangaben
  • Probemigration mit Abgleich und Zählprotokoll
  • Umschaltung mit Rückfallmöglichkeit
  • Protokoll, das jeden Datensatz nachvollziehbar macht

04 — Fragen

Häufige Fragen

Was passiert mit Anhängen und Dokumenten am Datensatz?

Die werden mitübernommen, sofern das Zielsystem sie unterstützt. Wo das Format nicht passt, wird vorher geklärt, ob eine Konvertierung nötig ist oder eine externe Ablage sinnvoller bleibt.

Brauchen wir für die Migration Zugriff auf beide Systeme gleichzeitig?

Ja, zumindest für den Zeitraum der Probeläufe und der eigentlichen Umschaltung. Danach kann der Zugang zum Altsystem eingeschränkt oder beendet werden.

Was, wenn nach der Umschaltung etwas fehlt?

Deshalb Zählprotokoll und Rückfallmöglichkeit: Der Altbestand bleibt unangetastet, bis die Abnahme erfolgt ist. Nachträgliche Ergänzungen einzelner Bereiche sind möglich.

Nehmen wir alles mit?

Selten sinnvoll. Karteileichen, Testdatensätze und zehn Jahre alte Vorgänge belasten das neue System. Wir empfehlen, den aktiven Bestand zu migrieren und den Rest archiviert verfügbar zu halten.

Wie lange dauert eine Migration?

Die Übertragung selbst meist Stunden. Die Zeit geht für Analyse, Regeln und Probeläufe drauf — üblicherweise zwei bis sechs Wochen, abhängig vom Zustand der Altdaten.

Können wir parallel weiterarbeiten?

Bei kurzen Umstellungen ja, mit einem Stichtag. Bei längeren Migrationen arbeitet man üblicherweise bis zur Umschaltung im Altsystem weiter und überträgt den Zuwachs am Schluss.

Wie stellen wir sicher, dass nichts verloren geht?

Über das Zählprotokoll: Anzahl der Datensätze vorher und nachher wird abgeglichen, Stichproben werden inhaltlich geprüft. Erst nach dieser Abnahme gilt die Migration als abgeschlossen.

05 — Entscheidung

Wie ihr weiterkommt

Der günstigste nächste Schritt ist ein Gespräch, kein Angebot. Zwanzig Minuten reichen meist, um zu klären, ob ein Vorhaben Sinn hat, in welchem Rahmen es liegt und ob wir die Richtigen dafür sind.

Falls nicht, sagen wir das. Ein ehrliches Nein kostet weniger als ein Projekt, das man nach drei Monaten abbricht — für beide Seiten.

Nächster Schritt

Erste Einschätzung, ohne Verpflichtung.

Beschreibt kurz, worum es geht. Ihr bekommt eine ehrliche Antwort dazu, was realistisch ist und was es ungefähr kostet.