Versicherungsmakler · Ratgeber

Online-Terminbuchung für Versicherungsmakler

Termine telefonisch zu vereinbaren kostet in Versicherungsmaklern mehr Zeit, als die meisten veranschlagen. Wann sich Online-Buchung lohnt, welche Fallstricke es gibt und was Kunden tatsächlich annehmen.

Beratung und KanzleienStand 2026Angebot nach Anfrage
Kurz gesagt

Online-Terminbuchung lohnt sich für Versicherungsmakler, sobald Termine regelmäßig telefonisch vereinbart werden und die Vergabe klaren Regeln folgt. Der häufigste Fehler ist, den gesamten Kalender zu öffnen — sinnvoller sind definierte Zeitfenster je Terminart.

02 — Ansatzpunkte

Abläufe, die sich bei Versicherungsmaklern lohnen

  • Automatische Erinnerung an Vertragsabläufe
  • Strukturierte Schadensmeldung mit Fotos
  • Terminvereinbarung für Bestandsgespräche
  • Dokumentenverwaltung je Kunde
  • Nachfassen bei offenen Angeboten
Faustregel

Ein Ablauf eignet sich, wenn er mindestens wöchentlich vorkommt, klaren Regeln folgt und heute Handarbeit ist. Fehlt einer der drei Punkte, ist Handarbeit meist günstiger.

03 — Grenzen

Wann man es bleiben lassen sollte

  • Wenn die Ausnahmen überwiegen. Wo jeder Fall anders liegt, wird Automatisierung teurer als Handarbeit — das kommt in Versicherungsmaklern häufiger vor, als Anbieter zugeben.
  • Wenn das Volumen zu klein ist. Bei wenigen Vorgängen im Monat rechnet sich kein System, auch kein günstiges.
  • Wenn der Engpass woanders liegt. Wer zu wenige Anfragen hat, braucht keine schnellere Bearbeitung, sondern mehr Sichtbarkeit.
  • Wenn niemand es pflegen wird. Das ist der häufigste Grund, warum Systeme nach einem Jahr wieder abgeschaltet werden.
  • Mitten in der Hochsaison. Jahreswechsel bei Kfz, Bestandsgespräche über das Jahr verteilt. In dieser Zeit fehlt die Aufmerksamkeit für eine Umstellung.

04 — Fragen

Häufige Fragen

Wie erreichen wir systematische Bestandspflege?

Über automatische Auslöser statt guter Vorsätze: Vertragsablauf, Lebensereignisse, Jahrestage. Jeder Auslöser erzeugt eine Aufgabe oder eine Terminanfrage — das ist der Unterschied zwischen geplanter und zufälliger Bestandsarbeit.

Dürfen wir Kunden automatisiert anschreiben?

Bei bestehenden Vertragsverhältnissen zu Vertragsangelegenheiten ja. Für Werbung zu anderen Produkten braucht es eine Einwilligung. Die Unterscheidung ist wichtig und lässt sich technisch abbilden.

Arbeitet ihr auch mit Versicherungsmaklern?

Ja. Wir arbeiten aus dem Mühlviertel für Kundinnen und Kunden in ganz Österreich. Der Großteil der Zusammenarbeit läuft ohnehin über Videocalls und geteilte Dokumente — das spart beiden Seiten Fahrzeit. Wo ein Termin vor Ort sinnvoll ist, kommen wir.

Was kostet der Einstieg?

Das hängt am Vorhaben, nicht an der Branche. Ein Google-Unternehmensprofil samt lokaler Sichtbarkeit ist überschaubar, eine Website oder ein Chatbot sind größere Projekte. Schreibt uns kurz euer Anliegen — wir rechnen das durch und schicken einen Vorschlag.

Womit sollten wir anfangen?

Mit dem Engpass, nicht mit dem Interessantesten. Bei Versicherungsmaklern ist das erfahrungsgemäß Automatische Erinnerung an Vertragsabläufe.

Gibt es Förderungen?

Für Digitalisierungsvorhaben gibt es in Österreich mehrere Förderschienen, etwa KMU.DIGITAL oder die aws-Digitalisierungsförderung. Ob und in welcher Höhe eine davon aktuell für euer Vorhaben infrage kommt, prüfen wir individuell mit euch. Aktuelle Bedingungen: kmudigital.at, aws.at.

Nächster Schritt

Wir schauen uns eure Ausgangslage an.

Erzählt uns, was heute Zeit frisst. Daraus entsteht eine Einschätzung mit Aufwand und Nutzen — und erst danach ein Angebot.