Personalvermittlungen · Ratgeber

Checkliste: Digitalisierung für Personalvermittlungen vorbereiten

Was Personalvermittlungen klären sollten, bevor sie Angebote einholen. Je mehr davon vorher feststeht, desto vergleichbarer werden die Angebote.

DienstleistungStand 2026Angebot nach Anfrage
Kurz gesagt

Vor dem ersten Angebot sollten Personalvermittlungen klären: Was soll besser werden, woran man es messen würde, wer entscheidet, welcher Ablauf zuerst drankommt, welche Systeme betroffen sind und wer das Ergebnis später betreut. Ohne die letzte Antwort veraltet jedes System.

01 — Checkliste

Vor dem ersten Angebot klären

  • Was soll besser werden? In einem Satz, ohne Fachbegriffe.
  • Woran merkt ihr es? Eine Zahl, die sich ändern soll — bei Personalvermittlungen oft die Zahl unbeantworteter Anfragen pro Woche.
  • Wer entscheidet? Eine Person, nicht ein Gremium.
  • Welcher Ablauf zuerst? Der häufigste, nicht der interessanteste.
  • Welche Systeme sind betroffen, und wer hat dort Zugang?
  • Wer betreut es danach? Ohne diese Antwort veraltet jedes System.
  • Was habt ihr schon? Texte, Bilder, Kundendaten, Preislisten — das senkt den Aufwand spürbar.

02 — Reihenfolge

Was zuerst, was später

  1. Erreichbarkeit

    Solange Anfragen verloren gehen, bringt jede weitere Maßnahme weniger. Bei Personalvermittlungen ist das fast immer der erste Hebel.

  2. Der häufigste Ablauf

    Ein einziger Vorgang, der sich täglich oder wöchentlich wiederholt — bei Personalvermittlungen meist Bündelung der Bewerbungen aus allen Kanälen.

  3. Sichtbarkeit

    Erst wenn Anfragen zuverlässig bearbeitet werden, lohnt es sich, mehr davon zu erzeugen. Andersherum verstärkt man nur das Problem.

  4. Alles Weitere

    Dokumentation, Auswertung, Anbindungen. Sinnvoll, aber selten dringend — und ohne die ersten drei Schritte wirkungslos.

03 — Fragen

Häufige Fragen

Darf KI Bewerbungen bewerten?

Vorsichtig. Systeme, die über Zugang zu Beschäftigung entscheiden, gelten unter dem EU AI Act als Hochrisiko-Anwendung mit strengen Auflagen. Unproblematisch ist die strukturierte Erfassung — also das Auslesen von Qualifikationen und Erfahrung. Die Auswahlentscheidung gehört zu einem Menschen, und das sollte dokumentiert sein.

Was ist der größte Zeitfresser?

Die Erfassung, nicht die Beurteilung. Lebensläufe in zwanzig Formaten strukturiert verfügbar zu machen, kostet mehr Zeit als die eigentliche Auswahl — und genau das lässt sich automatisieren.

Arbeitet ihr auch mit Personalvermittlungen?

Ja. Wir arbeiten aus dem Mühlviertel für Kundinnen und Kunden in ganz Österreich. Der Großteil der Zusammenarbeit läuft ohnehin über Videocalls und geteilte Dokumente — das spart beiden Seiten Fahrzeit. Wo ein Termin vor Ort sinnvoll ist, kommen wir.

Was kostet der Einstieg?

Das hängt am Vorhaben, nicht an der Branche. Ein Google-Unternehmensprofil samt lokaler Sichtbarkeit ist überschaubar, eine Website oder ein Chatbot sind größere Projekte. Schreibt uns kurz euer Anliegen — wir rechnen das durch und schicken einen Vorschlag.

Womit sollten wir anfangen?

Mit dem Engpass, nicht mit dem Interessantesten. Bei Personalvermittlungen ist das erfahrungsgemäß Bündelung der Bewerbungen aus allen Kanälen.

Gibt es Förderungen?

Für Digitalisierungsvorhaben gibt es in Österreich mehrere Förderschienen, etwa KMU.DIGITAL oder die aws-Digitalisierungsförderung. Ob und in welcher Höhe eine davon aktuell für euer Vorhaben infrage kommt, prüfen wir individuell mit euch. Aktuelle Bedingungen: kmudigital.at, aws.at.

Nächster Schritt

Schickt uns ein paar Sätze zu eurem Vorhaben.

Wir lesen jede Anfrage selbst und melden uns persönlich zurück. Kein Vertriebsteam, kein Rückrufformular in die Leere.