Hotels · Ratgeber

Hotels: lokal besser gefunden werden

Wer Hotels in der Umgebung sucht, entscheidet sich meist innerhalb der ersten Ergebnisse. Worauf es dabei ankommt — und warum die Website dabei nicht der wichtigste Hebel ist.

TourismusStand 2026Angebot nach Anfrage
Kurz gesagt

Für Hotels ist der wirksamste Hebel lokaler Sichtbarkeit nicht die Website, sondern ein vollständig gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit richtiger Hauptkategorie, aktuellen Öffnungszeiten und echten Fotos. Googles lokaler Algorithmus gewichtet Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Auf zwei der drei Faktoren habt ihr direkten Einfluss — über das Unternehmensprofil und über Bewertungen.

01 — Lokal

Lokale Sichtbarkeit aufbauen

  • Google-Unternehmensprofil vollständig ausfüllen. Der wirksamste einzelne Hebel für Hotels — und der einzige, der nichts kostet außer Zeit.
  • Kategorien richtig wählen. Die Hauptkategorie entscheidet, bei welchen Suchanfragen der Eintrag überhaupt in Frage kommt.
  • Öffnungszeiten und Feiertage pflegen. Falsche Zeiten sind der häufigste Grund für schlechte Bewertungen ohne fachlichen Anlass.
  • Fotos regelmäßig ergänzen. Aktivität im Profil wirkt sich messbar aus, anders als viele vermuten.
  • Einheitliche Angaben überall. Name, Adresse, Telefonnummer müssen in allen Verzeichnissen identisch sein — Abweichungen schwächen die lokale Einordnung.
  • Googles lokaler Algorithmus gewichtet Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Auf zwei der drei Faktoren habt ihr direkten Einfluss — über das Unternehmensprofil und über Bewertungen.

02 — Bewertungen

Bewertungen systematisch aufbauen

Die meisten Hotels bekommen Bewertungen zufällig — überdurchschnittlich oft von unzufriedenen Kunden, weil Ärger stärker motiviert als Zufriedenheit. Das lässt sich ohne Tricks korrigieren, indem im richtigen Moment gefragt wird: direkt nach einem erfolgreichen Abschluss, nicht Wochen später per Sammelmail.

Auf schlechte Bewertungen gehört sachlich geantwortet, zeitnah und ohne Rechtfertigung. Gelesen wird die Antwort nicht von der Person, die sich beschwert hat, sondern von allen, die danach kommen — und die achten darauf, wie ein Betrieb mit Kritik umgeht.

Was ausdrücklich nicht funktioniert: gekaufte Bewertungen. Sie sind erkennbar, verstoßen gegen die Richtlinien der Plattformen und kosten im Ernstfall das gesamte Profil.

03 — Website

Was auf die Website eines Hotel gehört

  • Leistungen in der Sprache der Kundschaft. Nicht die Fachbezeichnung, sondern das, was Leute tatsächlich suchen und sagen.
  • Einzugsgebiet ausdrücklich benennen. Die häufigste unbeantwortete Frage überhaupt lautet: „Kommt ihr zu mir?"
  • Ein Kontaktweg, der zum Verhalten passt. Buchungsportale, Website, Telefon, E-Mail. Genau dieser Kanal gehört sichtbar nach oben, nicht ein Formular mit zwölf Feldern.
  • Echte Bilder statt Symbolfotos. In lokalen Branchen entscheidet Vertrauen, und gekaufte Bilder erzeugen das Gegenteil.
  • Preisrahmen oder ehrliche Begründung, warum keiner dasteht. Beides ist besser als Schweigen.
  • Ladezeit auf dem Handy. Der Großteil der lokalen Suchanfragen kommt mobil, oft unterwegs und mit schlechter Verbindung.

04 — Fragen

Häufige Fragen

Bringt ein Chatbot mehr Direktbuchungen?

Er senkt die Hürde vor der Direktbuchung, weil offene Fragen sofort beantwortet werden. Der größere Hebel liegt aber bei der Entlastung an der Rezeption: Die immer gleichen Fragen zu Parken, Anreise und Frühstück machen einen erheblichen Teil des Kontaktaufkommens aus.

Funktioniert das mehrsprachig?

Ja, und das ist im Tourismus der eigentliche Punkt. Ein Bot antwortet in der Sprache der Frage — ohne dass jemand nachts Englisch, Italienisch oder Tschechisch können muss.

Lässt sich das mit unserem Buchungssystem verbinden?

Bei den verbreiteten Systemen ja, für Verfügbarkeit und Raten. Wo keine Schnittstelle existiert, beantwortet der Bot Sachfragen und leitet für die Buchung weiter.

Arbeitet ihr auch mit Hotels?

Ja. Wir arbeiten aus dem Mühlviertel für Kundinnen und Kunden in ganz Österreich. Der Großteil der Zusammenarbeit läuft ohnehin über Videocalls und geteilte Dokumente — das spart beiden Seiten Fahrzeit. Wo ein Termin vor Ort sinnvoll ist, kommen wir.

Was kostet der Einstieg?

Das hängt am Vorhaben, nicht an der Branche. Ein Google-Unternehmensprofil samt lokaler Sichtbarkeit ist überschaubar, eine Website oder ein Chatbot sind größere Projekte. Schreibt uns kurz euer Anliegen — wir rechnen das durch und schicken einen Vorschlag.

Womit sollten wir anfangen?

Mit dem Engpass, nicht mit dem Interessantesten. Bei Hotels ist das erfahrungsgemäß Chatbot für Gästefragen vor und während des Aufenthalts.

Gibt es Förderungen?

Für Digitalisierungsvorhaben gibt es in Österreich mehrere Förderschienen, etwa KMU.DIGITAL oder die aws-Digitalisierungsförderung. Ob und in welcher Höhe eine davon aktuell für euer Vorhaben infrage kommt, prüfen wir individuell mit euch. Aktuelle Bedingungen: kmudigital.at, aws.at.

Nächster Schritt

Erste Einschätzung, ohne Verpflichtung.

Beschreibt kurz, worum es geht. Ihr bekommt eine ehrliche Antwort dazu, was realistisch ist und was es ungefähr kostet.