Arztpraxen · Ratgeber
Checkliste: Digitalisierung für Arztpraxen vorbereiten
Was Arztpraxen klären sollten, bevor sie Angebote einholen. Je mehr davon vorher feststeht, desto vergleichbarer werden die Angebote.
Vor dem ersten Angebot sollten Arztpraxen klären: Was soll besser werden, woran man es messen würde, wer entscheidet, welcher Ablauf zuerst drankommt, welche Systeme betroffen sind und wer das Ergebnis später betreut. Ohne die letzte Antwort veraltet jedes System.
01 — Checkliste
Vor dem ersten Angebot klären
- Was soll besser werden? In einem Satz, ohne Fachbegriffe.
- Woran merkt ihr es? Eine Zahl, die sich ändern soll — bei Arztpraxen oft die Zahl unbeantworteter Anfragen pro Woche.
- Wer entscheidet? Eine Person, nicht ein Gremium.
- Welcher Ablauf zuerst? Der häufigste, nicht der interessanteste.
- Welche Systeme sind betroffen, und wer hat dort Zugang?
- Wer betreut es danach? Ohne diese Antwort veraltet jedes System.
- Was habt ihr schon? Texte, Bilder, Kundendaten, Preislisten — das senkt den Aufwand spürbar.
02 — Reihenfolge
Was zuerst, was später
Erreichbarkeit
Solange Anfragen verloren gehen, bringt jede weitere Maßnahme weniger. Bei Arztpraxen ist das fast immer der erste Hebel.
Der häufigste Ablauf
Ein einziger Vorgang, der sich täglich oder wöchentlich wiederholt — bei Arztpraxen meist Terminvergabe online mit Terminarten und Dauer.
Sichtbarkeit
Erst wenn Anfragen zuverlässig bearbeitet werden, lohnt es sich, mehr davon zu erzeugen. Andersherum verstärkt man nur das Problem.
Alles Weitere
Dokumentation, Auswertung, Anbindungen. Sinnvoll, aber selten dringend — und ohne die ersten drei Schritte wirkungslos.
03 — Fragen
Häufige Fragen
Ist das mit dem Datenschutz im Gesundheitsbereich vereinbar?
Gesundheitsdaten sind besonders geschützt, deshalb gelten strengere Anforderungen: europäische Verarbeitung, Auftragsverarbeitungsvertrag, Verschlüsselung, enge Löschfristen und Zugriff nur für berechtigte Personen. Wir bauen entsprechend — ein Terminsystem, das nur Name und Terminart kennt, ist datenschutzrechtlich unproblematischer als eines, das Symptome erfasst.
Ersetzt das die Ordinationshilfe am Telefon?
Nein, es entlastet sie. Der Anteil an Anrufen, der reine Terminvergabe und Rezeptbestellung ist, liegt in vielen Praxen bei mehr als der Hälfte. Genau dieser Teil lässt sich verlagern — für alles andere bleibt mehr Zeit.
Wie senken wir Nichterscheinen?
Erinnerung 24 Stunden vorher plus eine kurze am Terminmorgen, jeweils mit einfacher Absagemöglichkeit. Wer leicht absagen kann, sagt ab — und der Termin wird neu vergeben, statt leer zu bleiben.
Arbeitet ihr auch mit Arztpraxen?
Ja. Wir arbeiten aus dem Mühlviertel für Kundinnen und Kunden in ganz Österreich. Der Großteil der Zusammenarbeit läuft ohnehin über Videocalls und geteilte Dokumente — das spart beiden Seiten Fahrzeit. Wo ein Termin vor Ort sinnvoll ist, kommen wir.
Was kostet der Einstieg?
Das hängt am Vorhaben, nicht an der Branche. Ein Google-Unternehmensprofil samt lokaler Sichtbarkeit ist überschaubar, eine Website oder ein Chatbot sind größere Projekte. Schreibt uns kurz euer Anliegen — wir rechnen das durch und schicken einen Vorschlag.
Womit sollten wir anfangen?
Mit dem Engpass, nicht mit dem Interessantesten. Bei Arztpraxen ist das erfahrungsgemäß Terminvergabe online mit Terminarten und Dauer.
Gibt es Förderungen?
Für Digitalisierungsvorhaben gibt es in Österreich mehrere Förderschienen, etwa KMU.DIGITAL oder die aws-Digitalisierungsförderung. Ob und in welcher Höhe eine davon aktuell für euer Vorhaben infrage kommt, prüfen wir individuell mit euch. Aktuelle Bedingungen: kmudigital.at, aws.at.
99 — Weiter
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Nächster Schritt
Wir schauen uns eure Ausgangslage an.
Erzählt uns, was heute Zeit frisst. Daraus entsteht eine Einschätzung mit Aufwand und Nutzen — und erst danach ein Angebot.