Ratgeber
WordPress oder Eigenentwicklung — was ist die richtige Basis?
Die Frage wird meist ideologisch beantwortet. Sie ist aber eine Rechenaufgabe mit drei Variablen.
Die Wahl zwischen WordPress und Eigenentwicklung ist eine Rechenaufgabe mit drei Variablen: wer die Inhalte pflegt, wie speziell die Anforderungen sind, und wie lange die Seite halten soll. WordPress passt, wenn mehrere Leute Inhalte pflegen und jemand Updates einspielt; eine andere Basis lohnt sich, wenn Ladezeit, Sicherheit oder sehr spezielle Funktionen im Vordergrund stehen. Entscheidend ist selten die Technik, sondern die Anzahl der Erweiterungen — jede zusätzliche ist eine mögliche Sicherheitslücke und ein Kompatibilitätsrisiko beim nächsten Update.
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Die drei Variablen
Wer pflegt die Inhalte, wie speziell sind die Anforderungen, und wie lange soll die Seite halten. Aus diesen drei ergibt sich die Antwort fast immer eindeutig.
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Wann WordPress richtig ist
Wenn mehrere Leute Inhalte pflegen, die Anforderungen sich im Rahmen des Üblichen bewegen und es jemanden gibt, der Updates einspielt. Der große Vorteil ist die Verfügbarkeit von Leuten, die damit umgehen können.
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Wann etwas anderes besser ist
Wenn Ladezeit oder Sicherheit im Vordergrund stehen, wenn eigene Funktionen gebraucht werden, oder wenn niemand da ist, der regelmäßig Updates macht. Eine statisch ausgelieferte Seite hat keine Angriffsfläche über Erweiterungen und braucht keine wöchentliche Pflege.
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Der unterschätzte Punkt
Erweiterungen. Eine WordPress-Installation mit fünfundzwanzig Erweiterungen ist ein Wartungsfall — jede ist eine potenzielle Sicherheitslücke und eine mögliche Inkompatibilität beim nächsten Update. Wer wenig Erweiterungen braucht, fährt gut damit. Wer viele braucht, sollte die Basis hinterfragen.
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Was wir empfehlen
Nicht das, was wir am liebsten bauen, sondern das, was ihr in drei Jahren noch betreiben könnt. Das ist bei vielen Betrieben WordPress und bei vielen anderen nicht.
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Ein Beispiel zur Einordnung
Ein Verein mit einer ehrenamtlichen Redaktion, die selbst Texte und Termine pflegt, ist ein klarer Fall für WordPress. Ein Unternehmen mit einer speziellen Kalkulationslogik, die sich in keinem Plugin abbilden lässt, ist der gegenteilige Fall — hier kostet die Suche nach dem passenden Plugin am Ende mehr als der Neubau.
Fragen
Häufige Fragen
Ist WordPress unsicher?
Der Kern nicht besonders. Die Probleme kommen fast ausschließlich über veraltete Erweiterungen und Themes. Eine gepflegte Installation mit wenigen Erweiterungen ist unproblematisch, eine ungepflegte mit vielen ist ein Risiko.
Kann man später wechseln?
Ja, aber es kostet. Inhalte lassen sich migrieren, Adressen weiterleiten. Was verloren geht, ist die Zeit — deshalb lohnt es, die Frage einmal richtig zu beantworten statt zweimal falsch.
Was ist mit Baukastensystemen?
Für sehr kleine Vorhaben brauchbar. Der Ausstieg ist allerdings der schwierigste von allen Systemen, weil Inhalte oft nicht sauber exportierbar sind.
Nächster Schritt
Wir schauen uns eure Ausgangslage an.
Erzählt uns, was heute Zeit frisst. Daraus entsteht eine Einschätzung mit Aufwand und Nutzen — und erst danach ein Angebot.