Ratgeber
Checkliste: WhatsApp-Chatbot vorbereiten
Was ihr klären solltet, bevor ihr Angebote zum Thema WhatsApp-Chatbot einholt. Je mehr davon vorher steht, desto belastbarer werden die Angebote.
Vor der Entscheidung für ein WhatsApp-Chatbot lohnt sich eine kurze Bestandsaufnahme: welcher Ablauf am meisten Zeit kostet, wer das System später betreut, und ob die nötigen Inhalte überhaupt vorliegen. Die vollständige Checkliste steht weiter unten.
01 — Checkliste
Vor dem ersten Angebot klären
- Was soll besser werden? In einem Satz, ohne Fachbegriffe.
- Woran merkt ihr es? Eine Zahl, die sich ändern soll.
- Wer entscheidet? Eine Person, nicht ein Gremium.
- Welches Budget steht zur Verfügung? Ein Rahmen genügt — er macht Angebote vergleichbar statt beliebig.
- Bis wann? Und woran hängt der Termin.
- Welche Systeme sind betroffen? Und wer hat dort Zugang.
- Was habt ihr schon? Inhalte, Daten, Vorarbeiten — das senkt den Preis.
02 — Mitwirkung
Was wir von euch brauchen
- Eine Ansprechperson, die entscheiden darf — nicht nur weiterleiten.
- Zugang zu den betroffenen Systemen, rechtzeitig und nicht am Tag des Livegangs.
- Echte Beispiele aus dem Alltag — je unsauberer, desto nützlicher für den Test.
- Zwei bis vier Stunden für Abstimmung, verteilt über die Projektlaufzeit.
- Eine Antwort auf die Frage, was Erfolg bedeutet. Ohne die lässt sich hinterher nichts beurteilen.
03 — Fragen
Fragen, die ihr stellen solltet
- Was passiert, wenn das Projekt teurer wird als geschätzt — wer trägt das?
- Wem gehören Daten, Zugänge und, falls entwickelt wird, der Quellcode?
- Was kostet der Betrieb im zweiten und dritten Jahr?
- Wie sieht die Dokumentation aus, die wir am Ende bekommen?
- Woran würden Sie messen, ob das Projekt erfolgreich war?
- Gibt es einen Fall, in dem Sie uns davon abraten würden?
04 — Fragen
Häufige Fragen
Können mehrere Leute gleichzeitig antworten?
Ja, das ist einer der Hauptgründe für den Umstieg. Das gemeinsame Postfach zeigt, wer welchen Chat bearbeitet, und verhindert Doppelantworten.
Was passiert mit unserer bisherigen Nummer?
Eine Nummer, die bereits in der normalen WhatsApp-App genutzt wird, muss migriert werden — der Verlauf geht dabei verloren. Viele Betriebe nehmen deshalb eine zweite Nummer und leiten schrittweise um.
Ist WhatsApp für Unternehmen überhaupt DSGVO-konform nutzbar?
Über die offizielle Business-Schnittstelle mit einem europäischen Anbieter ja, mit Auftragsverarbeitungsvertrag und Opt-in. Die private WhatsApp-App auf einem Mitarbeiterhandy ist die Variante, die Probleme macht — genau die ersetzen wir.
Was kostet WhatsApp im laufenden Betrieb?
Meta rechnet pro Konversation ab, gestaffelt nach Kategorie. Für einen typischen Kleinbetrieb liegen die Gebühren im niedrigen zweistelligen Bereich pro Monat. Wir rechnen euch das vorab anhand eures Nachrichtenvolumens durch.
Dürfen wir Kunden einfach anschreiben?
Nur mit vorheriger Zustimmung und innerhalb der von Meta erlaubten Vorlagen. Kaltakquise über WhatsApp ist weder erlaubt noch klug. Terminerinnerungen an bestehende Kunden dagegen sind unproblematisch.
Brauchen wir ein eigenes Smartphone dafür?
Nein. Der Business-Zugang läuft über die Nummer, die ihr festlegt, und das gemeinsame Postfach ist über Browser oder App für das ganze Team erreichbar — nicht an ein einzelnes Gerät gebunden.
Wie schnell müssen wir auf Nachrichten antworten?
Es gibt keine Meta-Vorgabe, aber die Kundenerwartung auf WhatsApp liegt bei Minuten, nicht Stunden. Die automatischen Antworten fangen genau diese Erwartung ab, bis jemand persönlich übernimmt.
99 — Weiter
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