Ratgeber

Landingpage für kleine Unternehmen und Einzelbetriebe

Die meisten Beispiele stammen aus Unternehmen mit eigener IT. Was sich davon auf einen Betrieb mit drei bis fünfzehn Personen übertragen lässt — und was nicht.

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Kurz gesagt

Für Betriebe mit drei bis fünfzehn Personen ist eine Landingpage oft wirkungsvoller als für große Unternehmen, weil dieselbe Person mehrere Rollen hat. Der Zuschnitt muss aber anders sein: kleiner Umfang, wenige bewegliche Teile, Pflege ohne Fachkenntnisse — keine Lösung, die auf Wachstum von fünfzig Mitarbeitenden ausgelegt ist.

01 — Betriebsgröße

Was das für kleine Betriebe heißt

Die meisten Beispiele im Netz stammen aus Unternehmen mit eigener IT-Abteilung. In einem Betrieb mit drei bis fünfzehn Personen gelten andere Regeln: Es gibt niemanden, der nebenbei ein System betreut, und jede Stunde Einführungsaufwand fehlt direkt im Tagesgeschäft.

Daraus folgt nicht, dass eine Landingpage für kleine Betriebe ungeeignet wäre — im Gegenteil, der Effekt ist dort oft größer, weil dieselbe Person mehrere Rollen hat. Es folgt daraus, dass der Zuschnitt anders sein muss: kleiner Umfang, wenige bewegliche Teile, Pflege ohne Fachkenntnisse.

Ein Einzelunternehmen braucht keine Lösung, die auf Wachstum von fünfzig Mitarbeitenden ausgelegt ist. Wer so etwas verkauft bekommt, zahlt für Komplexität, die nie zum Einsatz kommt.

02 — Passung

Wann es sich lohnt

  • Der betroffene Ablauf kommt mindestens wöchentlich vor.
  • Er folgt Regeln, die man aufschreiben kann — auch wenn es Ausnahmen gibt.
  • Er ist heute Handarbeit, die niemand gerne macht.
  • Es gibt eine Person, die entscheidet, und nicht drei, die sich abstimmen müssen.
  • Ihr könnt benennen, woran ihr merken würdet, dass es funktioniert hat.

03 — Rechnung

So rechnet man es aus

Vier Zahlen genügen: Wie oft kommt der Ablauf vor? Wie lange dauert er? Was kostet eine Stunde intern? Und was kostet die Lösung — einmalig plus Betrieb über drei Jahre?

Ein Beispiel: Ein Ablauf, der wöchentlich zweimal vorkommt und jeweils 40 Minuten dauert, bindet im Jahr rund 69 Stunden. Bei einem internen Stundensatz von 45 Euro sind das etwa 3.100 Euro jährlich, die dort gebunden sind. Senkt eine Lösung diesen Aufwand um zwei Drittel, amortisiert sie sich — abhängig vom tatsächlichen Angebot — oft innerhalb von ein bis zwei Jahren. Den genauen Wert für euren Fall nennen wir nach dem Erstgespräch.

Diese Rechnung ist bewusst konservativ: Sie berücksichtigt nur die eingesparte Zeit, nicht die vermiedenen Fehler und nicht die Aufträge, die durch schnellere Reaktion zustande kommen. In der Praxis liegt der Nutzen meist höher — aber man sollte nicht damit rechnen, bevor man es gemessen hat.

04 — Fragen

Häufige Fragen

Muss die Landingpage zur Website passen?

Optisch ja, strukturell nicht. Sie darf deutlich schlanker sein — oft ohne Hauptnavigation, damit es nur einen Weg nach vorne gibt.

Könnt ihr auch die Anzeigen dazu schalten?

Das ist eine eigene Leistung, die wir ebenfalls anbieten. Landingpage und Anzeige sollten inhaltlich zusammenpassen, technisch sind es aber zwei getrennte Arbeitsschritte.

Kann dieselbe Landingpage für mehrere Anzeigen genutzt werden?

Ja, solange das Versprechen der Anzeigen zueinander passt. Weichen die Angebote stark voneinander ab, braucht jede Anzeige ihre eigene Seite — sonst stimmt die Erwartung beim Klick nicht.

Was gehört auf jeden Fall drauf?

Was ihr anbietet, für wen, was es kostet oder zumindest in welchem Rahmen, wer ihr seid, und ein einziger klarer nächster Schritt. Preisangaben schrecken weniger ab als ihre Abwesenheit.

Ab wann kann man einen Test auswerten?

Als Faustregel braucht ein Variantentest pro Variante mehrere hundert Besucher und mindestens 25 bis 30 Abschlüsse, sonst misst man Zufall. Bei kleinen Zahlen ist es ehrlicher, auf Basis von Argumenten zu entscheiden statt auf Basis von Scheinstatistik.

Warum nicht einfach die Startseite bewerben?

Weil die Startseite für alle da ist und deshalb für niemanden konkret. Wer auf eine Anzeige zu einem bestimmten Thema klickt, erwartet genau dieses Thema — nicht ein Menü mit acht Optionen.

Wie viele brauchen wir?

Eine pro Angebot und Zielgruppe, die getrennt beworben wird. Wenn ihr drei Leistungen an zwei Zielgruppen verkauft, sind sechs sinnvoll — sofern jede genug Traffic bekommt, um beurteilbar zu sein.

05 — Entscheidung

Wie ihr weiterkommt

Der günstigste nächste Schritt ist ein Gespräch, kein Angebot. Zwanzig Minuten reichen meist, um zu klären, ob ein Vorhaben Sinn hat, in welchem Rahmen es liegt und ob wir die Richtigen dafür sind.

Falls nicht, sagen wir das. Ein ehrliches Nein kostet weniger als ein Projekt, das man nach drei Monaten abbricht — für beide Seiten.

Nächster Schritt

Schickt uns ein paar Sätze zu eurem Vorhaben.

Wir lesen jede Anfrage selbst und melden uns persönlich zurück. Kein Vertriebsteam, kein Rückrufformular in die Leere.