IT-Dienstleister · Ratgeber
IT-Dienstleister: Saisonspitzen abfedern
Wenn alle gleichzeitig anfragen, entscheidet die Organisation über den Umsatz, nicht die Kapazität. Was in IT-Dienstleistern vorbereitet gehört, bevor die Spitze kommt.
Vor der Saisonspitze gehört in IT-Dienstleistern vor allem die Erreichbarkeit geregelt: In der Spitze gehen Aufträge nicht verloren, weil die Kapazität fehlt, sondern weil niemand ans Telefon geht. Montagvormittag, nach Feiertagen, bei Systemumstellungen. Mitten in der Spitze sollte man nichts Neues einführen.
01 — Saison
Was vor der Spitze vorbereitet gehört
- Wissen, wann sie kommt. Montagvormittag, nach Feiertagen, bei Systemumstellungen.
- Erreichbarkeit zuerst. In der Spitze gehen die meisten Aufträge nicht verloren, weil die Kapazität fehlt, sondern weil niemand ans Telefon geht.
- Vorqualifizierung schärfen. Wenn ohnehin mehr Anfragen kommen, als bearbeitet werden können, entscheidet die Auswahl über den Deckungsbeitrag.
- Standardantworten vorbereiten. Die zehn Fragen, die in der Spitze immer kommen, lassen sich vorher beantworten statt jedes Mal neu.
- Ehrliche Wartezeiten kommunizieren. Eine realistische Auskunft kostet weniger Kunden als eine optimistische, die nicht hält.
- Nicht mitten in der Spitze umstellen. Jede Einführung braucht Aufmerksamkeit, die dann nicht da ist.
03 — Ansatzpunkte
Abläufe, die sich bei IT-Dienstleistern lohnen
- Einheitliche Ticketerfassung über alle Kanäle
- Automatische Klassifizierung und Zuweisung
- Wissensdatenbank für wiederkehrende Fälle
- Automatische Statusmeldung an Kunden
- Dokumentation der Kundenumgebungen
Ein Ablauf eignet sich, wenn er mindestens wöchentlich vorkommt, klaren Regeln folgt und heute Handarbeit ist. Fehlt einer der drei Punkte, ist Handarbeit meist günstiger.
04 — Fragen
Häufige Fragen
Warum sollte ein IT-Dienstleister das auslagern?
Weil es fast immer die eigenen Abläufe sind, die zuletzt drankommen. Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe — bei IT-Dienstleistern ist die eigene Ticketverwaltung regelmäßig schlechter organisiert als die der Kunden.
Was bringt eine interne Wissensdatenbank?
Sie senkt die Bearbeitungszeit bei wiederkehrenden Fällen und macht Wissen unabhängig von einzelnen Personen. Der Nutzen ist am größten dort, wo die Fluktuation am höchsten ist.
Arbeitet ihr auch mit IT-Dienstleistern?
Ja. Wir arbeiten aus dem Mühlviertel für Kundinnen und Kunden in ganz Österreich. Der Großteil der Zusammenarbeit läuft ohnehin über Videocalls und geteilte Dokumente — das spart beiden Seiten Fahrzeit. Wo ein Termin vor Ort sinnvoll ist, kommen wir.
Was kostet der Einstieg?
Das hängt am Vorhaben, nicht an der Branche. Ein Google-Unternehmensprofil samt lokaler Sichtbarkeit ist überschaubar, eine Website oder ein Chatbot sind größere Projekte. Schreibt uns kurz euer Anliegen — wir rechnen das durch und schicken einen Vorschlag.
Womit sollten wir anfangen?
Mit dem Engpass, nicht mit dem Interessantesten. Bei IT-Dienstleistern ist das erfahrungsgemäß Einheitliche Ticketerfassung über alle Kanäle.
Gibt es Förderungen?
Für Digitalisierungsvorhaben gibt es in Österreich mehrere Förderschienen, etwa KMU.DIGITAL oder die aws-Digitalisierungsförderung. Ob und in welcher Höhe eine davon aktuell für euer Vorhaben infrage kommt, prüfen wir individuell mit euch. Aktuelle Bedingungen: kmudigital.at, aws.at.
99 — Weiter
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